~ very britisch und eine angenehme, cozy Spannung begleitet das Ermittlerteam

Abbie Barrett’s Tea Time Murder – Die tote Assistentin
von Kate Connery
erschienen am 04. August 2026 bei Saga Egmont
Taschenbuch 350 Seiten
Rezensionsexemplar von Kate Connery
Coverrechte liegen beim Verlag
Klappentext
Abbie Barrett hat es wieder getan: Sie ist durchs Anwaltsexamen gerasselt. Ein Tapetenwechsel muss her. Also flieht Abbie zu Onkel Rupert und Tante Rose in das verschlafene Küstenstädtchen Candlewood. Erwartet hat sie einen ruhigen Sommer – was sie bekommt, sind drei alte Ladys, die sie täglich mit Tea-Time-Gebäck beliefern soll.
Miss Gwen, Miss Mabel und Miss Poppy, drei muntere Damen mit einer Vorliebe für Krimis, Klatsch und Kuchen, trinken täglich ihren Afternoon Tea und reden über Mord und Totschlag – natürlich nur fiktiv.
Doch Candlewood wird aus dem Dornröschenschlaf gerissen. Bestseller-Autor Bruce Barton beehrt das Städtchen, und seine PR-Agentin wird tot am Fuß der Klippen gefunden – Bartons Schal um den Hals! Inspektor Chapman wittert eine schnelle Aufklärung, Miss Gwen einen Justizirrtum.
Und so nehmen die drei Ladys die Ermittlungen selbst in die Hand. Zwischen Teegebäck und Todesfällen versucht Abbie, die Chaos-Truppe im Zaum zu halten, und kommt dem Täter näher als geahnt.
Meine Meinung und Fazit
Das neue cozy Ermittlerteam lebt in Candlewood, und alles ist so britisch, wie ich es mir nur vorstellen kann. Mein ersten Treffen mit den drei Damen, bei einem Tässchen Darjeeling ist so lebhaft und lustig, dass die ersten Lachtränen kullern.
Miss Mabel legt großen Wert auf gutes Aussehen und auf eine entsprechende Nachtruhe. Zitat Seite 7: „Eine Nacht ohne Schlaf ist wie ein Krimi ohne Mord.“
Miss Gwen, optisch glich sie einer Eiche – groß und kräftig und hart im Nehmen. Zitat Seite 9: „Gwendolyn Arthur war das, was in Stellenanzeigen als zielorientiert und durchsetzungsfähig bezeichnet wurde. Ihre beiden Mitbewohnerinnen nannten es eher eigensinnig und stur.“
Miss Poppy war die Einzige der drei mit einem grünen Daumen. Zitat Seite 12: „Bei Wind und Wetter im Garten werkeln härtet ab für die Stürme des Lebens.“
Zum Ermittlerteam gesellen sich noch Abbie Barrett, die Jurastudentin, die schon zweimal durchs Examen gerasselt ist. Und Inspector Chapman, der lieber von Essen träumt oder mit seinem klapprigen Ford durch den Ort fährt.
Die tote Assistentin wird rasch entdeckt und der erste Verdächtige wird ebenfalls umgehend inhaftiert. Das geht den drei Damen viel zu schnell und zu leicht, weshalb sie in ihrer Villa Camilla auf ihre eigene Weise ermittteln – dabei darf ein Tässchen Tee und etwas Gebäck nicht fehlen, das Abbie ihnen nun täglich liefert.
Kate Connery hat mit Candlewood ein heimeliges Setting erschaffen und ihre Figuren so englisch skizziert, dass das Lesen eine wahre Freude ist. Die drei Damen erinnern mich auch ein ganz klein wenig an Miss Marple (die ich auch heute noch gerne schaue). Das Vorgehen sowie die Überlegungen von Miss Mable, Miss Gwen und Miss Poppy gefallen mir. Und Chapman mit seiner eigenartigen Art hat mich gut unterhalten. Auch die Nebenfiguren tragen dazu bei, dass das Lesen Freude bereitet. Die tatsächliche Ermittlung läuft eher im Hintergrund und wird nur in kleinen Portionen eingestreut, was mir sehr gut gefällt. Wir lernen hier auch viele private Details über die Charaktere kennen, was zu einer hohen Abwechslung beiträgt. Die Autorin hat den roten Faden gut in der Geschichte versteckt, was mich jedoch nicht gestört hat. Das Ende hält dafür eine kleine Überraschung bereit.
Mit Abbie Barrett’s Tea Time Murder – Die tote Assistentin hatte ich eine abwechslungsreiche und unterhaltsame Lesezeit. Kate Connerys Schreibstil ist anschaulich und weist auch britische Einflüsse auf. Das Cover bringt mich an die englische Küste, wo schroffe Felsen und ehrwürdige Villen zu finden sind. Am Buchende gibt es noch Musiktipps, Backrezepte und eine Strickanleitung von Gwen’s Schal für den Bestseller-Autor. Meine Empfehlung: lesen und 5 cozy 🐥🐥🐥🐥🐥 Hühnchen.