Roman,  van der Meer Bente

~ unterhaltsamer Roman, der zum Nachdenken anregt

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Coverrechte liegen beim Verlag

Klappentext
Das Luxusleben von Society-Lady Isabell Duval und ihren erwachsenen Kindern Clara und Lucas endet abrupt, als Familienoberhaupt Sebastian wegen eines spektakulären Finanzskandals ins Gefängnis wandert und seine Konten eingefroren werden. Mit 27 Euro Restvermögen fliehen die drei nach Nordfriesland, ins idyllische Deerhusen. Dort kommen sie in der Pension von Isabells bodenständiger Schwester Stine unter. Nun heißt es, Instantkaffee trinken, Fahrrad fahren und selbst mit anpacken. Zeit also, sich neu zu erfinden. Aber wie soll das gehen – ohne Personal und Geld?

Meine Meinung und Fazit
Als Erstes sieht man das Cover. Und das ist einfach ein toller Blickfang. Und der Klappentext weckt einfach nur die Neugier. Der Name der Autorin verbirgt zwei erfolgreiche Schriftstellerinnen, und das Schöne ist, dass man es der Geschichte nicht anmerkt. Doch widmen wir uns der Geschichte. In den frühen Morgenstunden wird irgendwo im Villenviertel von München eine Villa von der Steuerfahndung gestürmt. Sie nehmen sämtliche Unterlagen mit und den Hausherrn dazu. Plötzlich steht die Ehefrau mit ihren erwachsenen Kindern vor einem Scherbenhaufen. Ihre Freundinnen gewähren ihr keinen Unterschlupf. Ihr Sohn Lucas erinnert sich an ein Haus im hohen Norden, das zur Hälfte seiner Mutter gehört. Die drei machen sich mit Bus und Bahn und sehr viel Gepäck und etwas Bargeld auf den Weg nach Deerhusen.

Der Roman ist humorvoll, aber er bringt einen beim Lesen zum Nachdenken. Was im Leben wirklich zählt, ist nicht das Geld – das steht fest.
Isabell, die eigentlich Tomke heißt und Deerhusen mit ihrer großen Liebe vor über dreißig Jahren verlassen hat, findet in ihrer alten Heimat das, was sie irgendwo in München verloren hat. Freunde und eine Schwester.
Clara, die Tochter. Influencerin … hat für mich die größte Entwicklung vollzogen. Am Anfang habe ich sehr mit Clara gehadert, doch am Ende hat sie mich begeistert. Sie ist erwachsen geworden.
Stine ist die Bodenständige und die Verlassene. Verlassen von ihrer Schwester und ihrer großen Liebe. Stine muss man einfach mögen. Ihr Herz sitzt am rechten Fleck.
Und dann ist da noch Lucas, der Sohn. Der Sohn, der die Geschichte ins Rollen gebracht hat. Der Sohn, der nicht mit dem Betrug des Vaters leben wollte. Und am Ende findet auch Lucas in Deerhusen ein neues Zuhause und sein berufliches Glück.
Isabells Mann bleibt seiner Linie treu, auch im Gefängnis zeigt er keine Reue.

Die Autorinnen führen ihre Leserschaft humorvoll durch die Story. Mit einer Leichtigkeit präsentieren sie hier ernsthafte Themen, die zum Nachdenken anregen. Hier geht es um Glaubwürdigkeit, Verzeihen, Nähe zulassen, Mut und einen Neuanfang wagen. Hier kommt der Spruch zum Tragen: In jedem Ende wohnt ein Anfang inne. (von H. Hesse – Stufen) Von mir gibt es 5 mutige 🐥🐥🐥🐥🐥 Hühnchen und eine klare Leseempfehlung.

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