Historischer Roman,  Scott Lia

~ Historisch und feurig

Rezensionsexemplar von der Autorin
Coverrechte liegen beim Verlag

Klappentext
Yorkshire, 1868: June hat die wunderschönen Craven Dales verlassen, um in einer Spinnerei Geld für ihre kranke Schwester zu verdienen – auch wenn der irische Wollsortierer Franky sie am liebsten direkt zurück nach Hause schicken würde. In der Industriestadt Bradford wird Kammgarn für die ganze Welt gefertigt: Doch den Preis für den Reichtum zahlen die Arbeiterfamilien, die unter schlimmsten Bedingungen arbeiten und leben.

June will nicht länger zusehen. Um gegen das Elend zu kämpfen, fasst sie ihr Wissen über die Vermeidung von Krankheiten in Aufklärungsartikeln zusammen und findet in dem idealistischen Journalisten Jacob Ford einen Verbündeten, um sie zu veröffentlichen. Die beiden verbindet die Leidenschaft für eine gerechtere Welt und sie verbringen mehr und mehr Zeit miteinander. Gleichzeitig ist da immer noch Franky – doch er ringt mit einer tiefen Schuld und hat sich geschworen, nie wieder eine Frau zu berühren …

Inhalt
Hier wird die Geschichte von June nahtlos fortgesetzt. In Bradford angekommen, fällt sie rasch Franky in die Arme. Die Anziehung zwischen beiden ist deutlich zu merken, jedoch wollen June und Franky sie nicht wahrnehmen.

Meine Meinung
Lia Scott hat zum Glück nicht lange auf die Fortsetzung warten lassen, und ich tauche in die Geschichte ein. Einerseits empfinde ich die Wollherstellung in jener Zeit als überaus faszinierend, andererseits verabscheue ich die Besitzer der Wollspinnereien. Es war einfach normal, dass die Zustände katastrophal waren, und es war nahezu unmöglich, etwas dagegen zu unternehmen. Jedoch ist June gebildet und findet einen kleinen Umweg, um mit Hilfe eines Journalisten darauf hinzuweisen. Es handelt sich um einen von mehreren Erzählsträngen.
Der andere erzählt die Geschichte von June und Franky. Wir Leserinnen spüren sofort die Anziehungskraft zwischen ihnen und gönnen ihnen auch ihr Glück. Doch die zwei Sturköpfe brauchen einige Katastrophen um es selber zu spüren.

Fazit
Fernab von zu Hause leistet June grossartiges. Lia Scott zieht mich erneut mit ihrem detaillierten Schreibstil in die Geschichte hinein, denn dieser Stil, gespickt mit Metaphern, verleiht der Erzählung mehr Lebendigkeit. Hier stecken wir zwischen harten Arbeitsalltag, schlimmen Krankheiten, Trauer und Tod aber auch zwischen Hoffnung, Aufschwung und Liebe. Lia Scott lässt auch hier das Ende offen und weckt die Neugier auf den kommenden Band. Ich freue mich, 5 🐥🐥🐥🐥🐥 zu vergeben, und empfehle das Buch allen Liebhabern historischer Romane. Allerdings! Zuerst Band 1 lesen – Der Wind von Yorkshire

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